Alte Zahnimplantate neu versorgen

ALTE ZAHNIMPLANTATE ERNEUERN ODER NEU VERSORGEN –  HR FESTER ZAHNERSATZ BLEIBT ERHALTEN

Viele Patientinnen und Patienten tragen Zahnimplantate, die bereits seit den 1990er- oder 2000er-Jahren im Einsatz sind – beispielsweise von Herstellern wie IMZ/FRIATEC, Straumann, Zimmer, Biomet 3i oder Camlog. Diese Implantate sind häufig noch stabil im Knochen verankert und können weiterhin zuverlässig funktionieren. Mit der Zeit jedoch nutzen sich die darauf befestigten Suprakonstruktionen – also Stege, Brücken, Kronen oder Prothesen – ab. Sie können brechen, sich lockern oder ästhetisch einfach nicht mehr gut aussehen.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist es nicht notwendig, die alten Implantate zu entfernen. Oft genügt es, den Zahnersatz zu erneuern, um wieder festen, funktionellen und ansprechenden Zahnersatz zu erhalten. Das bedeutet für Sie: kein größerer chirurgischer Eingriff, keine lange Heilungszeit und meist deutlich geringere Kosten.

Die Neuversorgung älterer Implantatsysteme erfordert Erfahrung, technisches Know-how und den Zugang zu passenden Ersatzteilen. Besonders bei Implantaten, die heute nicht mehr im regulären Herstellerprogramm geführt werden, ist die Zusammenarbeit mit erfahrenen Zahntechnikern entscheidend. Nur spezialisierte Praxen können solche komplexen Fälle sicher und präzise versorgen.



Wenn Sie also denken: „Meine Implantate sind alt – kann man die noch neu versorgen?“ lautet die Antwort meist: Ja! In vielen Fällen müssen die Implantate nicht entfernt, sondern können mit einem neuen, modernen Zahnersatz weiterverwendet werden.

In unserer Praxis bieten wir Ihnen diese spezialisierte Behandlung für alte Zahnimplantate an:

  • Erneuerung verschlissener Brücken, Kronen oder Prothesen auf bestehenden Implantaten
  • Neuversorgung von Implantatsystemen aus den 1990er- und 2000er-Jahren
  • Schonende Lösungen ohne unnötige Implantatentfernung

Wenn Ihr Zahnersatz auf älteren Implantaten erneuert werden muss oder Ihr Hauszahnarzt diese spezielle Versorgung nicht anbietet, helfen wir Ihnen gerne weiter. Gemeinsam prüfen wir, ob Ihre vorhandenen Implantate weiterhin genutzt werden können, und planen mit Ihnen einen neuen, langlebigen und ästhetisch hochwertigen Zahnersatz – individuell abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse.

    Fallbeispiele aus der Praxis:

    Erneuerung einer Stegprothese auf bestehenden IMZ - Implantaten im Unterkiefer

    Unser Patient kam mit einer älteren Implantatversorgung, die bereits in den 1990er-Jahren angefertigt worden war. Im Unterkiefer waren sieben sogenannte IMZ-Implantate (Intra-Mobile-Zylinderimplantate) eingesetzt worden, die eine herausnehmbare Prothese mit Stegverankerung trugen. Diese Implantate zeichneten sich durch eine besondere Verbindung zwischen Implantat und Prothesenaufbau aus – ein damals innovatives System, das heute nur noch selten verwendet wird.
    Bei der Untersuchung zeigte sich: Zwei der Implantate waren nicht mehr stabil und mussten entfernt werden. Die übrigen fünf Implantate waren dagegen fest im Knochen verankert und wiesen gesunde Gewebeverhältnisse auf. Die vorhandene Prothese war jedoch stark abgenutzt und entsprach weder funktionell noch ästhetisch den heutigen Anforderungen.

    Da die IMZ-Implantate eine spezielle Form und Verbindung aufweisen, muss bei der Anfertigung neuer Aufbauten ein spezialisiertes Fachwissen vorhanden sein. Gemeinsam mit einem erfahrenen zahntechnischen Meisterlabor planten wir daher eine neue Stegprothese, die perfekt auf die verbliebenen fünf Implantate angepasst wurde. Nach Entfernung der beiden defekten Implantate erfolgte eine präzise Abformung der bestehenden Implantate, um eine spannungsfreie und langlebige Neuversorgung zu gewährleisten. Die neue Prothese wurde individuell gefertigt und anschließend passgenau eingesetzt.
    Die Eingliederung der neuen Stegprothese erfolgte Ende 2023. Bereits kurz nach der Behandlung zeigte sich eine reizfreie, stabile Situation – sowohl im Weichgewebe als auch an den Implantaten.
    Der Patient berichtete über eine deutliche Verbesserung des Kaukomforts, eine angenehme Sprachfunktion und insgesamt eine spürbar gesteigerte Lebensqualität.

    Fazit
    Auch ältere Implantatsysteme – wie das IMZ-System aus den 1990er-Jahren – können bei guter Verankerung weiterhin erfolgreich genutzt werden. Entscheidend sind eine sorgfältige Planung, präzises handwerkliches Arbeiten und die Erfahrung im Umgang mit historischen Implantaten.
    So lassen sich auch langjährig bestehende Implantate in eine moderne, funktionelle und ästhetisch ansprechende Versorgung integrieren.Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

    Erneuerung einer Implantatversorgung aus dem Jahr 2000 im Oberkiefer

    Unsere Patientin kam zu uns mit einer Situation, die einige Menschen kennen:
    Vor rund 25 Jahren hatte sie im Oberkiefer mehrere 3i-Implantate (heute ZimVie) erhalten. Der damalige Zahnersatz – eine durchgehende „Hufeisenbrücke“, die alle Implantate miteinander verband – hatte sich im Laufe der Jahre sichtbar abgenutzt, und eines der Implantate war sogar gebrochen. Die Patientin wünschte sich wieder festen, schönen Zahnersatz – aber vor allem eine Lösung, die langlebig, pflegeleicht und zeitgemäß ist. Nach einer ausführlichen Beratung entschieden wir uns gemeinsam für ein neues, modernes Konzept:
    Anstelle einer großen, zusammenhängenden Brücke wurden die Implantate in drei separate, verschraubte Segmente neu versorgt.

    Diese neue Versorgung bringt viele Vorteile mit sich:
    Einfache Reinigung:
    Jedes Segment ist gut zugänglich – die tägliche Pflege ist unkompliziert und angenehm.
    Hohe Stabilität: Sollte in Zukunft einmal etwas repariert werden müssen, kann das gezielt und ohne großen Aufwand erfolgen.
    Natürlich schöne Ästhetik: Die neue Brücke wirkt leicht, harmonisch und fügt sich perfekt ins Lächeln ein.

    Das Ergebnis: Ein spürbar verbessertes Mundgefühl, ein natürlich schönes Lächeln – und die Freude über eine Versorgung, die funktionell und optisch wieder auf dem neuesten Stand ist.Die Patientin ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden – sie genießt nun wieder einen festen, schönen und pflegeleichten Zahnersatz, der modernen Ansprüchen in Funktion und Ästhetik gerecht wird.

    Komplexe Implantatversorgung mit drei unterschiedlichen Implantatsystemen

    Manchmal bringen Patienten eine ganz besondere Herausforderung mit – so auch dieser Fall:
    Ein Patient stellte sich bei uns vor, der bereits seit vielen Jahren acht Implantate im Oberkiefer trug. Diese waren im Laufe der Zeit von verschiedenen Behandlern gesetzt worden . Verwendet wurden drei unterschiedliche Implantatsysteme: vier Nobel Biocare, ein Brånemark und drei TRIAS-Implantate.

    Alle Implantate waren bisher durch eine einzige, festsitzende Brückenkonstruktion miteinander verbunden. Doch im Laufe der Jahre traten immer häufiger Probleme auf: Durch ungünstige Längenverhältnisse zwischen Implantaten und Zahnersatz kam es zu Schraubenbrüchen, Spannungen und wiederkehrenden Reparaturen – eine Belastung sowohl für den Patienten als auch für die Implantate selbst.

    Nach einer gründlichen Analyse und intensiven Beratung entschieden wir uns gemeinsam mit dem Patienten für eine neue, innovative Lösung: Wir planten eine herausnehmbare Stegversorgung mit einer passgenauen Deckprothese. Dabei wurden alle drei Implantatsysteme präzise miteinander kombiniert und in einem spannungs- und spaltfreien Steg vereint – technisch anspruchsvoll, aber funktionell und ästhetisch perfekt aufeinander abgestimmt.

    Das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie.
    Stabil und zuverlässig: Keine Schraubenbrüche oder Komplikationen mehr – auch nach über dreieinhalb Jahren.
    Hoher Tragekomfort: Der Patient berichtet von einem angenehm festen Sitz und einem natürlichen Gefühl beim Kauen und Sprechen.
    Einfache Pflege: Die herausnehmbare Prothese lässt sich mühelos reinigen und sorgt so für langfristige Mundgesundheit.

    Unser Patient ist bis heute rundum zufrieden – und wir freuen uns über eine Versorgung, die zeigt, was moderne Implantatprothetik leisten kann, wenn Präzision, Erfahrung und innovative Technik zusammenkommen.

    Erfolgreiche Neuversorgung von 17 Jahre alten Camlog Implantaten im Unterkiefer

    Eine Patientin stellte sich in unserer Praxis zur Erneuerung ihrer verschlissenen implantatgetragenen Versorgung im Unterkiefer vor. Die Implantate waren bereits 2009 und 2010 im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eingesetzt worden.

    Bereits vor rund drei Jahren hatten wir die sechs Camlog Implantate im Oberkiefer mit einer neuen steggetragenen Cover Denture Prothese versorgt. Mit dieser Versorgung ist die Patientin seitdem sehr zufrieden. Nun sollte auch der Unterkiefer erneuert werden.

    Bewährtes Versorgungskonzept mit Implantaten und Teleskopen

    Im Unterkiefer waren drei Camlog Implantate sowie zwei eigene Zähne vorhanden. Die bisherige Versorgung erfolgte über Teleskopkronen und war inzwischen deutlich verschlissen.

    Da die vorhandenen eigenen Zähne noch ausreichend erhalten waren, entschieden wir uns gemeinsam mit der Patientin dafür, das bewährte Versorgungskonzept beizubehalten. Die drei Implantate und zwei Zähne wurden deshalb erneut mit insgesamt fünf Teleskopen versorgt.

    Vor Beginn der Behandlung überprüften wir das vorhandene Camlog Implantatsystem und stellten sicher, dass auch für die bereits vor rund 17 Jahren gesetzten Implantate die notwendigen prothetischen Komponenten verfügbar waren.

    Verschraubte statt zementierte Teleskope

    Eine Besonderheit unseres Versorgungskonzepts ist, dass die Teleskope auf Implantaten verschraubt und nicht zementiert werden.

    Dadurch können die Implantataufbauten bei Bedarf mit wenigen Arbeitsschritten wieder entfernt werden. Dies erleichtert spätere Kontrollen, Reparaturen oder notwendige Anpassungen und ermöglicht eine besonders gut zugängliche und langfristig wartungsfreundliche Versorgung.

    Zufriedene Patientin mit neuer Unterkieferversorgung

    Nach Abschluss der Behandlung verfügt die Patientin nun über eine neue, individuell angefertigte Teleskopversorgung auf drei Camlog Implantaten und zwei eigenen Zähnen.

    Zusammen mit der bereits vor drei Jahren erneuerten Oberkieferversorgung ist damit wieder eine funktionelle und stabile Gesamtlösung entstanden.

    Die Patientin ist auch mit der neuen Unterkieferversorgung sehr glücklich und zufrieden.

    Der Fall zeigt, dass auch ältere Implantate bei sorgfältiger Planung und verfügbarer Systemkompatibilität langfristig weiter genutzt werden können. Entscheidend sind die genaue Identifikation des Implantatsystems, die Prüfung der verfügbaren Komponenten und ein prothetisches Konzept, das auch zukünftige Kontrollen und Reparaturen berücksichtigt.

    Erneuerung einer langjährig bewährten Implantatversorgung im zahnlosen Oberkiefer auf 3i Implantaten

    Eine langjährige Patientin stellte sich wieder in unserer Praxis vor, weil ihre seit vielen Jahren bestehende implantatgetragene Versorgung im zahnlosen Oberkiefer deutlich verschlissen war.

    Anfang der 2000er-Jahre war der Oberkiefer ursprünglich mit sechs 3i Implantaten versorgt worden. Im Laufe der Jahre ging eines dieser Implantate verloren, sodass heute noch fünf gut integrierte Implantate vorhanden sind.

    Die Patientin trug seitdem eine Cover Denture Prothese auf einem gegossenen Goldsteg. Die Verankerung erfolgte über sogenannte MK1-Riegel. Sowohl der Steg als auch die Riegelkonstruktion waren inzwischen deutlich verschlissen. Die Zähne der Prothese waren vollständig abgenutzt und die Kunststoffbasis war gebrochen. Eine Erneuerung der gesamten Versorgung war daher notwendig.

    Bei der Untersuchung zeigte sich erfreulicherweise, dass die verbliebenen fünf Implantate vollständig und stabil osseointegriert waren. Auch das umliegende Gewebe war entzündungsfrei und zeigte keine auffälligen Veränderungen.

    Damit waren sehr gute Voraussetzungen gegeben, die vorhandenen Implantate weiter zu nutzen und eine neue implantatgetragene Versorgung anzufertigen.

    Da für die vorhandenen 3i Implantate auch heute noch geeignete prothetische Komponenten verfügbar sind, konnte die Neuversorgung zuverlässig geplant und umgesetzt werden.

    Die Patientin erhielt eine neue Stegversorgung mit einer darauf verankerten Cover Denture Prothese. Dabei konnten die vorhandenen, gut integrierten Implantate erhalten werden.

    Die neue Versorgung verbessert sowohl die Funktion und den Halt der Prothese als auch die Ästhetik. Nach Abschluss der Behandlung verfügt die Patientin wieder über einen stabilen und komfortablen Zahnersatz, mit dem sie sich im Alltag sicher fühlt.

    Dieser Fall zeigt, dass auch Implantate, die bereits vor vielen Jahren eingesetzt wurden, bei guter Integration langfristig weiter genutzt werden können. Eine genaue Analyse des vorhandenen Implantatsystems und die Verfügbarkeit passender Komponenten sind dabei wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Neuversorgung.

    Das Ergebnis ist für die Patientin nicht nur funktionell, sondern auch ästhetisch eine deutliche Verbesserung – und damit verbunden ein neues Lebensgefühl.

    Komplexe Versorgung bei starker Kieferatrophie mit BTI Implantaten und Stegprothesen

    Bei einer zahnlosen Patientin mit stark atrophiertem Unterkiefer haben wir vor rund vier Jahren vier Implantate eingesetzt, um wieder eine stabile und herausnehmbare Versorgung zu ermöglichen.

    Zum Einsatz kam das BTI Implantatsystem nach Eduardo Anitua, das wir unter anderem bereits seit 2011 verwenden. Ein wesentlicher Grund für unsere langjährige Erfahrung mit diesem System ist die spezielle, kalziumionenhaltige Implantatoberfläche, die sehr gut mit dem von uns eingesetzten PRGF-Verfahren (Plasma Rich in Growth Factors) kombiniert werden kann. PRGF kommt bei uns bei implantatchirurgischen Eingriffen ausschließlich zum Einsatz.

    Die vier Implantate im hoch atrophen Unterkiefer wurden anschließend mit einer steggetragenen Cover Denture Prothese versorgt. Die Patientin kommt mit dieser Versorgung seitdem sehr gut zurecht.

    Komplexe Ausgangssituation im Oberkiefer

    Auch im Oberkiefer bestand eine besondere Ausgangssituation. Dort waren ursprünglich mehrere Camlog Implantate im Bereich der Regionen 16, 15, 12, 26 und 27 vorhanden.

    Einige der Implantate im Seitenzahnbereich waren bereits so stark vorgeschädigt, dass sie nicht mehr erhalten werden konnten und entfernt werden mussten. Bei einem weiteren Implantat im Bereich 12 lag eine Schraubenfraktur aus einer Vorbehandlung vor. Zusätzlich war die Anschlussgeometrie des Implantats so stark verschlissen, dass auch dieses Implantat nicht mehr sinnvoll prothetisch genutzt werden konnte.

    Kombination aus vorhandenen und neuen Implantaten

    Nach sorgfältiger Planung wurden deshalb im Oberkiefer neue BTI Implantate in den Regionen 14, 13, 12 und 23 eingesetzt. Gleichzeitig konnten zwei noch gut erhaltene ältere Camlog Implantate im Bereich 16 und 15 weiter genutzt werden.

    Auf den insgesamt sechs Implantaten wurde anschließend ebenfalls eine steggetragene Cover Denture Prothese angefertigt.

    Damit konnten vorhandene, gut integrierte Implantate erhalten und gezielt mit neuen Implantaten kombiniert werden. Gleichzeitig wurde eine stabile und für die Patientin gut handhabbare herausnehmbare Versorgung geschaffen.

    Die Oberkieferversorgung besteht inzwischen seit rund zwei Jahren. Zusammen mit der bereits seit etwa vier Jahren bestehenden Versorgung im Unterkiefer verfügt die Patientin heute über eine stabile implantatgetragene Versorgung beider Kiefer.

    Die Patientin kommt mit beiden Stegversorgungen sehr gut zurecht und ist mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden.

    Der Fall zeigt, dass auch bei ausgeprägtem Knochenabbau und bereits vorhandenen, teilweise vorgeschädigten Implantaten individuelle Lösungen möglich sind. Durch die Kombination aus präziser Implantatdiagnostik, moderner Implantatchirurgie, BTI Implantaten, PRGF und individuell angefertigten Stegversorgungen können vorhandene Implantate, wenn möglich, erhalten und sinnvoll in eine neue Gesamtversorgung integriert werden.

    Erfolgreiche Neuversorgung von 25 Jahre alten Zimmer SPLINE Implantaten

    Eine Patientin stellte sich in unserer Praxis vor, da ihre bestehende implantatgetragene Versorgung im Unterkiefer nicht mehr zufriedenstellend war. Vor etwa 25 Jahren waren vier Implantate im Bereich der Unterkieferfront eingesetzt worden. Es handelte sich um das SPLINE Implantatsystem der Firma Zimmer.

    Die Patientin wurde zwischenzeitlich schon mal neu von ihrem Zahnarzt mit einer herausnehmbaren Coverprothese auf Locator-Verankerungen versorgt worden. Nach vielen Jahren war diese Versorgung dann wieder verschlissen und sollte erneuert werden.

    Herausforderung bei einem älteren Implantatsystem

    Bereits zuvor hatte ein zahnärztlicher Kollege versucht, einen neuen Zahnersatz auf den vorhandenen Implantaten einzugliedern. Die Versorgung konnte jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden und musste zweimal abgebrochen werden.

    Bei der Vorstellung in unserer Praxis haben wir deshalb zunächst das vorhandene Implantatsystem und die Implantatverbindungen genau analysiert. Gerade bei Implantaten, die bereits vor mehreren Jahrzehnten eingesetzt wurden, ist die Verfügbarkeit passender prothetischer Komponenten eine besondere Herausforderung.

    Glücklicherweise konnten wir die Implantate eindeutig als Zimmer SPLINE Implantate identifizieren und noch vorhandene passende Ersatz- und Prothetikkomponenten beschaffen. Die Implantatsysteme der früheren Zimmer-Dental-Sparte werden heute unter anderem von ZimVie weitergeführt.

    Stegversorgung statt Locator

    Gemeinsam mit der Patientin entschieden wir uns für eine implantatgetragene Stegversorgung. Die vier vorhandenen Implantate wurden dabei über einen individuell angefertigten Steg miteinander verbunden. Auf diesem Steg wurde anschließend eine neue herausnehmbare Coverprothese befestigt.

    Der entscheidende Vorteil: Die seit rund 25 Jahren vorhandenen und gut eingeheilten Implantate konnten erhalten bleiben. Eine Entfernung und erneute Implantation war dadurch nicht erforderlich.

    Sehr zufriedene Patientin nach acht Wochen

    Heute (September 2026), rund acht Wochen nach der Eingliederung, ist die Patientin mit ihrer neuen Versorgung sehr zufrieden. Besonders der sichere Halt und die Stabilität der neuen Coverprothese werden von ihr als deutliche Verbesserung empfunden.

    Der Fall zeigt, dass auch bei sehr alten Implantatsystemen eine erfolgreiche Neuversorgung möglich sein kann. Voraussetzung sind eine exakte Identifikation des Implantatsystems, eine sorgfältige implantatprothetische Planung und die Verfügbarkeit geeigneter Komponenten.

    Unser Ziel ist es, vorhandene, gut funktionierende Implantate möglichst zu erhalten und für jeden Patienten eine langfristig stabile und individuell passende prothetische Lösung zu finden.

    Erfolgreiche Neuversorgung von rund 25 Jahre alten Implantaten

    Zum Zeitpunkt der Behandlung war die Patientin 64 Jahre alt. Aufgrund mehrerer Vorbehandlungen waren bei ihr bereits in verschiedenen Kieferregionen Implantate vorhanden. Zum Einsatz waren unter anderem Camlog- und Straumann-Implantate gekommen, die mit festsitzenden Kronen und Brücken versorgt waren.

    Sie stellte sich in unserer Praxis vor, weil im rechten Unterkiefer in den Regionen 46 und 47 zwei ältere Implantate vorhanden waren, deren Kronenversorgung nach vielen Jahren vollständig verschlissen war.

    Welches Implantatsystem wurde damals verwendet?

    Eine besondere Herausforderung bestand zunächst darin, dass der Patientin nicht bekannt war, welches Implantatsystem bei der Behandlung verwendet worden war. Die vorhandenen Informationen beschränkten sich darauf, dass die beiden Implantate ungefähr um die Jahrtausendwende eingesetzt worden waren.

    Anhand der vorhandenen klinischen und insbesondere röntgenologischen Befunde konnten wir die Implantate schließlich eindeutig als alte Straumannimplantate identifizieren.

    Damit war eine wichtige Voraussetzung für die weitere Behandlung geschaffen: Es konnte überprüft werden, welche prothetischen Komponenten für dieses ältere Implantatsystem noch verfügbar sind.

    Festsitzende, verschraubte Kronen

    Da die erforderlichen Komponenten weiterhin erhältlich waren, konnten die beiden Implantate erhalten und neu versorgt werden.

    Geplant wurden direkt auf den Implantaten verschraubte Einzelkronen. Aufgrund der vergleichsweise geringen Kronenhöhe entschieden wir uns aus Stabilitätsgründen für einen hochgoldhaltigen metallischen Kern, der anschließend keramisch verblendet wurde.

    So entstand eine klassische, individuell angefertigte metallkeramische Versorgung auf Implantaten mit einem hochgoldhaltigen Gerüst.

    Die Behandlung und Eingliederung verliefen komplikationslos. Die Patientin trägt die neue Versorgung inzwischen seit mehr als sechs Monaten und ist mit dem funktionellen und ästhetischen Ergebnis sehr zufrieden.

    Fazit

    Der Fall zeigt, dass auch bei rund 25 Jahre alten Implantaten eine erfolgreiche Neuversorgung möglich sein kann, selbst wenn das ursprünglich verwendete Implantatsystem zunächst nicht bekannt ist.

    Durch die genaue Analyse klinischer und radiologischer Merkmale, die sichere Identifikation des Implantatsystems und die Prüfung der verfügbaren Ersatz- und Prothetikkomponenten konnten die vorhandenen Implantate erhalten und mit einem modernen, festsitzenden Zahnersatz neu versorgt werden.

    Gerade bei älteren Implantaten ist die genaue Bestimmung des Implantatsystems ein wichtiger erster Schritt, um eine sichere und langfristig stabile Neuversorgung planen zu können.

    Komplexe Neuversorgung von acht Implantaten im Oberkiefer mit verschraubten VMK-Brücken (hochgoldhaltig)

    Ein besonderer Fall in unserer Praxis war die Neuversorgung eines ehemaligen zahnärztlichen Kollegen, der über einen Zeitraum von rund 25 Jahren insgesamt acht Implantate im Oberkiefer erhalten hatte.

    Die vorhandenen Implantate waren bisher mit einem festsitzenden, brückengestützten Zahnersatz versorgt. Zusätzlich waren die beiden Eckzähne 13 und 23 als eigene Restzähne vorhanden. Im Laufe der Jahre wurden die beiden Eckzähne parodontal immer schwächer. Zusätzlich kam es zu einer Fraktur im Bereich des Implantathalses in Region 25. Damit war eine umfassende Neuplanung der Oberkieferversorgung erforderlich.

    Erneute Implantation nach Implantatfraktur

    Aufgrund des nicht mehr erhaltungswürdigen Implantats in Region 25 entschieden wir uns für eine Neuimplantation in Region 26. Nach erfolgreicher Einheilung standen damit wieder insgesamt acht Implantate im Oberkiefer, verteilt über den Bereich von 16 bis 27, für die geplante Neuversorgung zur Verfügung.

    Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass im Oberkiefer mehrere unterschiedliche Implantatsysteme vorhanden waren. Die Versorgung umfasste unter anderem Implantate von Biomet 3i, Zimmer sowie ein älteres BTI-System. Das neu gesetzte Implantat in Region 26 wurde mit einem BTI Implantat versorgt.

    Vor der definitiven prothetischen Versorgung wurden die vorhandenen Implantate und ihre jeweiligen Anschlussgeometrien genau analysiert und die erforderlichen prothetischen Komponenten auf ihre Kompatibilität geprüft.

    Festsitzender Zahnersatz auf acht Implantaten

    Der ausdrückliche Wunsch des Patienten war, wieder einen festsitzenden Zahnersatz zu erhalten. Dabei sollte das bereits bewährte Versorgungskonzept mit einem hochgoldhaltigen Gerüst beibehalten werden.

    Nach vollständiger Osseointegration des neu gesetzten Implantats in Region 26 konnte die definitive Versorgung angefertigt werden. Der Oberkiefer wurde mit einer individuell gefertigten hochgoldhaltigen, festsitzenden VMK-versorgung rekonstruiert.

    Die Konstruktion wurde in drei Segmente aufgeteilt. Alle Brückensegmente wurden okklusal verschraubt und damit auf den Implantaten fixiert.

    Funktion und Ästhetik im Mittelpunkt

    Durch die segmentierte Gestaltung konnte eine stabile und zugleich wartungsfreundliche implantatprothetische Versorgung realisiert werden. Die verschraubte Konstruktion ermöglicht zudem bei Bedarf eine spätere Entfernung der einzelnen Segmente, ohne den gesamten Zahnersatz demontieren zu müssen.

    Bereits am Tag der Eingliederung war der Patient sowohl funktionell als auch ästhetisch sehr zufrieden. Die vorhandenen Implantate konnten – trotz ihres unterschiedlichen Alters und verschiedener Implantatsysteme – in ein einheitliches prothetisches Gesamtkonzept integriert werden.

    Der Fall zeigt, dass auch bei langjährig bestehenden und unterschiedlichen Implantatsystemen eine komplexe Neuversorgung möglich ist. Voraussetzung sind eine genaue Analyse der vorhandenen Implantate, die sichere Beurteilung der Implantatintegration und Anschlussgeometrien sowie eine individuell geplante Implantatprothetik.

    Das Ziel unserer Behandlung ist dabei, vorhandene Ressourcen möglichst zu erhalten und daraus eine langfristig stabile, funktionelle und ästhetisch hochwertige Versorgung zu entwickeln.

    Verwendung von Cookies

    Zur Bereitstellung des Internetangebots verwenden wir Cookies. Bitte legen Sie fest, welche Cookies Sie zulassen möchten.

    Diese Cookies sind für das Ausführen der spezifischen Funktionen der Webseite notwendig und können nicht abgewählt werden. Diese Cookies dienen nicht zum Tracking.

    Funktionale Cookies dienen dazu, Ihnen externe Inhalte anzuzeigen.

    Werbe-Cookies dienen dazu, die zu Ihrem Surfverhalten passende Werbung einzublenden.